Elektromobilitätskonzept für die Ämter Dänischer Wohld und Hüttener Berge sowie die Gemeinden Noer, Schwedeneck und Strande

//Elektromobilitätskonzept für die Ämter Dänischer Wohld und Hüttener Berge sowie die Gemeinden Noer, Schwedeneck und Strande

Elektromobilitätskonzept für die Ämter Dänischer Wohld und Hüttener Berge sowie die Gemeinden Noer, Schwedeneck und Strande

Bei Elektromobilität liegt oft noch ein Henne-Ei-Problem vor: Manche Nutzer*innen befürchten immer noch, mangels ausreichender Lademöglichkeiten unterwegs liegen zu bleiben, während andererseits Ladesäulen aufgrund der noch geringen Nutzung meist unrentabel sind. In einer solchen Situation kann es, um den Klimaschutz auch in der Mobilität voranzubringen, als Aufgabe der öffentlichen Hand angesehen werden, eine Basisinfrastruktur aufzubauen. Diese muss sicherstellen, dass Elek­tromobilität flächendeckend nutzbar ist. Gleichzeitig müssen öffentliche Mittel effizient eingesetzt werden, d. h. dass bei möglichen Standorte sorgfältig zu prüfen ist, ob überhaupt eine angemessene Nachfrage zu erwarten ist.

Teilweise sind hierfür Tools im Einsatz, die für sich in Anspruch nehmen, zukünftige Ladevorgänge zu prognostizieren. Diese sind jedoch bestenfalls so gut, wie die Daten, mit denen sie gefüttert werden. Speziell im ländlichen Raum ist die Nachfrage so ausgedünnt, dass sie vollends ihre Aussagekraft verlieren. Zudem basieren ihre Prognosen auf dem technologischen Stand von heute – während die Technologien der Elektromobilität sich rasant entwickeln.

Vor diesem Hintergrund hat IPP ESN Vorschläge für die Ladeinfrastruktur in einem qualitativen Verfahren, in einem interaktiven Prozess unter enger Einbindung der betroffenen Kommunen entwickelt. Dabei wurde berücksichtigt, dass Menschen aus der Region vor allem zu Hause und am Arbeitsplatz laden. Ankerpunkte für die zukünftige Ladeinfrastruktur sind damit vor allem

  • Zielpunkte des überregionalen Verkehrs, wie etwa große Campingstellplätze oder Seniorenzentren,
  • kommunale Fahrzeuge, die sich auf Elektromobilität umstellen lassen und
  • Car-Sharing („Dörpsmobil“ o. a. Modelle), die in vielen Kommunen geplant sind.

Bei Privatpersonen, die keine eigene Lademöglichkeit schaffen können, etwas weil sie in Mehrfamilienhäusern wohnen, könnten darüber hinaus bedarfsorientiert Ladesäulen nach dem „niederländischen Modell“ bereitgestellt werden, die dann auch öffentlich verfügbar sind.

Den Kommunen wurde empfohlen, ihre Nachfrage zu bündeln, um so attraktive Konditionen für die Errichtung der Ladesäulen im gesamten Gebiet zu erzielen. Die Presse berichtete über die Vorstellung des Konzeptes im Amtsausschuss Dänischer Wohld.

 

Von |2021-05-04T12:04:13+00:0004.05.2021|Kategorien: News|Kommentare deaktiviert für Elektromobilitätskonzept für die Ämter Dänischer Wohld und Hüttener Berge sowie die Gemeinden Noer, Schwedeneck und Strande
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